Aroniabeere: Pflanze mit vielerlei Vorzügen

Die Blüte der Aronia Pflanze

Zur Herstellung von Heilprodukten und Säften wurden die verschiedenen Aroniasorten schon vor langer Zeit verwendet, besonders in Asien und Osteuropa. In der DDR gewann der Anbau etwa in den Siebziger Jahren an Bedeutung, verlor mit der Wende jedoch seine Rentabilität. In den letzten Jahren hat sich der Trend umgekehrt: Die Nachfrage nach gesunden, regional angebauten Früchten ist immens gestiegen. Aber auch Gärtnereien und Hobbygärtner haben die Aronia als Zier- und Heckengewächs (wieder-)entdeckt.


Attraktiv & bescheiden

Aroniasträucher sind nämlich nicht nur wegen ihrer Früchte attraktiv. Im Frühsommer bekommen sie dekorative weiße Blüten, die an die Blüten der Eberesche erinnern. Im Sommer reifen die schwarzen Beeren. Und im Herbst färbt sich das Blattwerk herrlich rot-orange. Hinzu kommt die Anspruchslosigkeit in der Pflege: Aronia sind bescheiden in ihrem Bedarf nach Wasser und Nährstoffen. Und sie sind hart im Nehmen. Schädlingsprobleme oder Krankheiten haben schlechte Chancen. Dagegen stellen die Beeren eine wertvolle Nahrungsquelle für Vögel dar.

Aronia im Selbstanbau

Wer die Aronia selbst anpflanzen möchte, wird in der Regel mit Stecklingen beginnen: Gärtnereien und Händler bieten sie entweder getopft oder als jungen Strauch an, der drei bis vier Jahre im Freiland gezogen wurde. Abgesehen davon ist es möglich, sie wurzelnackt oder auch als vorgezogene Sträucher zu erstehen, die bereits verschnitten und prächtig verzweigt sind. Dies schlägt sich entsprechend im Anschaffungspreis nieder. Getopfte Aronia sind schon ab ca. 10 Euro erhältlich, also nicht teuerer als andere Beeren. Ein Strauch kann gut und gerne zwanzig Jahre alt werden und bis dahin reichlich Früchte tragen.

Ein erntereifer Arioniastrauch

Aroniavielfalt und -sorten

Dem interessierten Hobbygärtner stehen heutzutage viele Sorten der Aronia zur Auswahl. Sie unterscheiden sich vor allem in ihrer Wachstumspracht und Fruchtbarkeit: Die Quantität, Reifedauer und Größe der Beeren weicht von Sorte zu Sorte ab. Ihr Gehalt an Inhaltsstoffen ist aber fast ausgeglichen. Zu den verbreitetsten Kultursorten gehören:

  • Viking,
  • Rubina,
  • Nero,
  • Aron,
  • Hughin,
  • Fertödi.

Sie erreichen durchschnittliche Wuchshöhen von 1,50 m bis 2 m. Wildsorten wie die Aronia prunifolia, melanocarpa und arbutifolia sind meist etwas niedriger und ihre Beeren durch einen höheren Gerbstoffgehalt herber bzw. pelziger im Geschmack. Man sollte jedoch keine Pauschalurteile fällen. Je nach Wachstumsbedingungen und -standort kann der Anbau unterschiedliche und mitunter überraschende Resultate zeitigen.

Neue Sortenentdeckung: Elbaronia

Falls Sie etwas Neues ausprobieren wollen, haben wir einen Tipp: Die Aronia Nero Superberry. Sie ist eine kultivierte Variation der Sorte Nero mit optimierten Eigenschaften, die nicht nur die Pflege erleichtern, sondern auch die Ernteergebnisse verbessern. Die neue Sorte stammt aus dem sächsischen Coswig und wird auch Elbaronia bezeichnet. Mehr Informationen folgen in einem gesonderten Artikel.